Heute (5. März) kam das Gerät an. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber das muß weniger als eine Woche gewesen sein, seit der Bestellung und da war noch das Wochenende dazwischen. Also recht schnell. Verpackt in dem zollüblichen Foliengedöns dann ein sehr stabiler, schön schlicht gehaltener Karton. Wirklich stabil und mit Magnetverschluss auf der rechten Seite. Sehr schön gemacht. der GC-03 selbst kann da natürlich auch voll mithalten. Mir gefällt das Design. Nach dem M4011 Zählrohr war das Design der zweite Grund, warum ich mich für das Gerät entschieden habe. Als erstes kam das aber erstmal ans Ladegerät. Der Akku war nämlich fuzzileer.
Nach dem Laden dann Tests. Als erstes eine Weile im Leerlauf. Das schwankt deutlich, liegt aber im akzeptablen Rahmen um die bekannte tatsächliche Ortsdosisleistung herum. Die beobachteten Schwankungen beim natürlichen Hintergrund sind übrigens normal und auf die niedrige Countrate dieser kleinen Zählrohre in diesem unteren Messbereich zurückzuführen. Da hat die Firmware schon gewisse Probleme das exakt darzustellen. Das ist also bei allen Geräten in der Preisrange so. Darum sollte es ja mindestens die M4011/J321 sein. Die ist übrigens tatsächlich drin, mit aufgedrucktem Produktionsjahr 2025.
Dann ein paar Tests an den paar im Haushalt vorhandenen, natürlich sicher weggeschlossenen Quellen. Ein thorierter Glühstrumpf für eine Gaslaterne aus den 90ern, in Vakuumfolie eingeschweißt, ein paar Radiumhaltige Zeiger einer alten Taschenuhr vom Großvater, auch eingeschweißt, fünf thorierte Wolframelektroden in zugehöriger Plastikbox. Die gemessenen Werte sind plausibel, entsprechen dem zu erwartenden Wert und sind sogar denen, die das in Deutschland weit verbreitete, ganz bestimmte, völlig überteuerte, gelbe Gerät mit der fest verlöteten Batterie drin in der entsprechenden Einstellung anzeigt doch sehr ähnlich.. Also was die Brauchbarkeit der radiologischen Messkomponente angeht, Klasse! Gefällt. Zum erschwinglichen Preis beispielsweise aktive Hotspots in der Granitarbeitsplatte finden können, den Phosphatdüngerhaufen am Feldrand untersuchen (Phosphatdünger enthält in Spuren natürlicherweise Uran), Den Tomatendünger auf Kalium untersuchen - ne, das eher nicht, der enthält zu wenig, unterhalb der Nachweisschwelle. Mineralien auf Wanderungen in bestimmten Regionen Deutschlands überprüfen, Radioaktivität bei Omas Tellern die verflixt nach Uranglasur aussehen, sicher ausschliessen, Kobaltfliesen in einem alten Bad identifizieren, das geht damit nämlich alles, das ist wunderbar.
Ich bin zwar Elektroniker, aber was die Richtigkeit der Messung der elektrischen Feldstärke oder der magnetischen Flussdichte angeht, das kann ich leider doch nicht prüfen. Es zeigt was an, und zwar an plausiblen Messorten. Die Unterverteilung hat es eindeutig durch die Wand detektiert, selbst einzelne Kabel in der Wand zeigten deutliche Messwerte. Aber wie geschrieben, kann ich die Richtigkeit der angezeigten Werte in diesem Messbereich mangels dafür geeigneter Ausrüstung nicht nachprüfen. Aber dafür habe ich den gc-03 ja auch nicht gekauft. Der Geigerzähler macht jedenfalls einen sehr guten Job.